Jugger – Der Sport zum Film

Der Regisseur und Drehbuchautor David Webb Peoples erfand Jugger für die Handlung seines Films „Die Jugger – Kampf der Besten“ im Jahr 1989. Hier spielen Mannschaften um ihren Lebensunterhalt und mit dem Ziel, irgendwann einmal in die sagenumwobene Liga aufgenommen zu werden, in der Wettkämpfe zur Belustigung der Wohlhabenden ausgetragen werden. Im Film ist Jugger zwar brutal dargestellt und endet fast immer mit Knochenbrüchen und Wunden, in der Realität ist der Sport allerdings ungefährlich.

Jugger ist eine Mischung aus American-Football und Gladiatorenkämpfen: Zwei Mannschaften mit jeweils fünf Feldspielern versuchen den Jugg (Spielball) in der Mitte des Spielfeldes zu erobern und ins Platzierfeld der gegnerischen Mannschaft zu stecken.
Vier der fünf Spieler sind mit sogenannten Pompfen ausgestattet, den Spielgeräten des Jugger. Wird ein Spieler von einer Pompfe getroffen, kann er eine Zeit lang nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Der fünfte Spieler (Läufer) trägt keine Pompfe. Er ist der einzige, der den Jugg in die Hand nehmen darf. Seine Aufgabe ist es, geschützt durch seine Mitspieler, den Jugg zu platzieren und damit zu punkten.

Wie das Ganze aussieht seht ihr in dem Video, bereitgestellt von Jugger NRW:

 

Das erste nachgewiesene Spiel in Deutschland fand 1993 statt. Seitdem verbreitete sich das Spiel immer weiter und die Regeln wurden durch Ausprobieren definiert und nach Absprache der Gruppen angeglichen. 1998 fand die erste Deutsche Jugger-Meisterschaft in Berlin statt, 2003 folgte dann die Einführung der Deutschen Juggerliga. An den deutschen Meisterschaften nehmen auch immer wieder internationale Teams teil. Die Mannschaft Setanta aus Irland war 2007 das erste nicht-deutsche Team, die Red Backs aus Australien 2008 die erste außereuropäische Mannschaft die teilnahm. Im September 2014 wurde in Villingen-Schwenningen die 17. Deutsche Meisterschaft ausgetragen, die mit 64 teilnehmenden Mannschaften das bisher größte ausgetragene Juggerturnier ist.

Marc Böhmer, der in Wuppertal Jugger spielt und sich auch um die Verbreitung der Sportart in ganz Nordrhein-Westfalen kümmert hat ganz konkrete Wünsche für die Zukunft: “ Wir wollen alle den Sport bekannter machen. Ich würde gerne später also so in 30 Jahren noch sehen, wie Menschen Jugger spielen.“

 

 

 

 

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