„Downhill – Rennen werde ich immer vermissen“

Mountainbiker Andrew Neethling, Foto: Eric Palmer

Andrew Neethling war über zehn Jahre in der Weltspitze im Mountain Bike – Downhill. Er blickt mit uns auf seine Karriere zurück, in der er afrikanischer Meister und mehrfacher südafrikanischer Meister wurde sowie zahlreiche Podestplätze im Weltcup einfahren konnte.

 

Kannst du dich an ein erstes Rennen erinnern? Hattest du Angst?
Mein erstes Downhill-Rennen war praktisch bei mir vor der Haustüre. Als ich 11 oder 12 war gab es ein Event an dem Berg in meiner Heimatstadt. Ich hatte keine Angst, als Kind bist du einfach nur aufgeregt. An dem besagten Berg fahre ich auch heute noch – es ist ein besonderer Ort für mich.

Wie gefährlich ist deiner Meinung nach Downhill im Vergleich zu anderen Sportarten?
Ich denke jede Sportart hat ihre Risiken – vor allem im Profibereich. Downhill vielleicht ein bisschen mehr als der durchschnittliche Sport aber auf dem Top Niveau hat man so viel trainiert, dass man das sehr gut einschätzen kann. Daher wird es immer nur so riskant wie man es will bzw. zulässt.

Was fühlst du wenn du an deine Karriere denkst? Würdest du heute irgendetwas ändern bzw. besser machen?
Ich versuche, nichts zu bereuen. Insgesamt bin ich sehr stolz darauf wie weit ich gekommen bin und was ich geschafft habe. Als ich mit dem Rennsport angefangen habe hätte ich niemals gedacht das ich so viel erreichen werde. Es gibt nur eine Sache die ich vielleicht ändern würde, nämlich auch in den schweren Zeiten positiv zu bleiben und das was ich tue zu genießen.

 

Foto: Eric Palmer

 

Wie war die Unterstützung durch deine Familie, Sponsoren etc.?        

Ich hatte die größtmögliche Unterstützung von meiner Familie und Freunden. Ohne sie hätte ich es niemals schaffen können. Als ich dann auch im Ausland bekannter wurde konnte ich ein paar tolle Sponsoren gewinnen was mir geholfen hat, meine Ziele zu erreichen.

Vermisst du den Rennsport?
Ich denke ich werde den Sport und alles was damit zu tun hat immer vermissen. Es war eine tolle und aufregende Zeit in meinem Leben. Ich musste viel opfern und schwere Aufgaben bestehen aber Downhill ist für einen Athleten etwas ganz Besonderes und es fehlt einem sehr, wenn man aufgehört hat.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich habe das Glück, als Botschafter für Scott Bicycles weiter fahren zu dürfen. Viele Reisen und neue Downhill-Strecken werden auf mich zukommen. Außerdem werde ich beim Crankworx Festival kommentieren. Perfekt macht das ganze ein neuer Fahrrad-Shop den ich zusammen mit meinem Bruder Jonty und einem weiteren Partner eröffnen werde. Dieser wird sich in meiner Heimatstadt Somerset West (Südafrika) direkt neben meinem oben angesprochenen Lieblingsberg befinden. Er heißt The Hanger Bike Co. (www.thehangerbikeco.co.za). Dadurch möchte ich meinen Sport noch populärer und größer machen.

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